Würzburg kann mit Neuzugang Smith in Gießen antreten – Heimteam hat auch einen Neuen

11.01.2019   18:05 Uhr
Foto: TG s.Oliver Baskets Würzburg

Sieben Spieltage in der ProB-Hauptrunde bleiben der TG s.Oliver Würzburg noch, um den angestrebten Klassenerhalt vorzeitig durch das Erreichen von Platz acht und damit der Playoffs zu realisieren. An diesem Sonntag wartet ein wichtiges Auswärtsspiel beim Tabellensiebten Depant GIESSEN 46ers Rackelos auf Headcoach Eric Detlev und sein Team. Beide Mannschaften haben sich vor dem Spiel noch einmal verstärkt: Auf Würzburger Seite wird Neuzugang Justin Smith bei den Mittelhessen zu seinem ersten Einsatz kommen.

Der 31 Jahre alte US-Amerikaner ist 2,01 Meter groß, auf der Position des Power Forwards zuhause und bringt nicht nur Physis, sondern auch viel Erfahrung mit: In Deutschland spielte Smith unter anderem zweimal für die Dragons Rhöndorf in der ProB und der ProA. „Uns hat nach dem Abgang von Dexter Sienko ein Spieler gefehlt. Mit Justin haben wir einen sehr erfahrenen Spieler nachverpflichtet, der sehr physisch spielt und seine Mitspieler besser macht“, erläutert Eric Detlev: „Wir hoffen, durch ihn wieder mehr Präsenz in der Zone zu bekommen. Mit ihm, Julian Albus und Tim Eisenberger haben wir jetzt drei Spieler die wissen, wie man Spiele gewinnt. Das kann unserer jungen Mannschaft nur helfen.“

Das ist vor allem deshalb wichtig, weil die TG s.Oliver Würzburg nach einer Entscheidung der Spielleitung einen Sieg mehr braucht als die Konkurrenz: Das Auswärtsspiel beim BBC Coburg am 22. Dezember – Coburg gewann die Partie mit 79:62 – wurde nachträglich mit 20:0 für die Oberfranken gewertet und der TG s.Oliver Würzburg ein Wertungspunkt in der Tabelle abgezogen. Grundlage der Entscheidung sind zwei Fehler des Coburger Kampfgerichts: Beim Übertragen der Würzburger Spielerliste auf den Spielberichtsbogen vergassen die Anschreiber in Coburg Tim Eisenberger, was die Würzburger Trainer bei der Kontrolle des Bogens kurz vor Spielbeginn nicht bemerkten.

Auch als Eisenberger im Verlauf des ersten Viertels zum ersten Mal eingewechselt wurde, bemerkte das Kampfgericht zunächst nicht, dass der Spieler nicht auf dem Spielbericht stand. Das Resultat: Eisenberger spielte mehr als eine Minute, obwohl er nicht auf dem Bogen vermerkt war, ehe der Fehler von den Anschreibern bemerkt wurde. Die nachträgliche Entscheidung der Spielleitung ist daher zwar bitter, aber formal und inhaltlich korrekt: „Leider ist die Regel so, dass nicht die beiden massiven Fehler des Kampfgerichts bestraft werden, sondern wir als das Team, das den Spieler eingesetzt hat“, so Harald Borst, der 2. Vorsitzende der s.Oliver Würzburg Akademie.

Auch Gießen hat am Sonntag einen Neuzugang an Bord
„Das macht unsere Aufgabe in den kommenden Wochen natürlich nicht leichter“, sagt Eric Detlev. Aktuell fehlen ihm und seinem Team drei Wertungspunkte – also mehr als ein Sieg – auf den rettenden Rang acht der ProB Süd.

Die Depant GIESSEN 46ers Rackelos sind derzeit auf Rang sieben in der Tabelle zu finden – es ist also für beide Teams ein sehr wichtiges Spiel. Außerdem geht es für Ex-Nationalspieler Johannes Lischka und seine Kollegen auch um die Revanche für das Hinspiel in der Würzburger Feggrube, das die TG s.Oliver Würzburg mit 91:71 klar für sich entscheiden konnte. Helfen soll den Mittelhessen ab sofort Aufbauspieler Jestin Lewis, der seinen Landsmann Adam Klie ersetzt. Der 24 Jahre alte US-Amerikaner ist auf der Spielmacherposition zuhause und und hat zuletzt für die Richmond Elite in der ABA knapp 37 Punkte pro Partie erzielt. (pm-PAW)