Wasserburger Siegesserie soll in Marburg halten

12.10.2018   11:35 Uhr

Das Programm für den TSV Wasserburg hat es weiter in sich: Am Sonntag um 16:00 Uhr treten die Basketball-Damen zum dritten Auswärtsspiel in Folge beim ebenfalls noch ungeschlagenen BC pharmaserv Marburg an. Eine Serie der noch jungen Bundesliga-Saison wird am Wochenende also reißen. „Und das soll natürlich nicht unsere sein“, so Head-Coach Sidney Parsons vor der schweren Partie in Hessen: „Wir haben uns die ganze Woche über hart vorbereitet und uns auf den Gegner eingestellt.“ Marburg sei ein sehr starkes Team, das sehr gut eingespielt sei, sehr aggressiv in der Verteidigung und schnell im Angriff spiele und zudem über sehr gute Distanzschützinnen verfüge, analysiert die Wasserburger Trainerin.

Nur zwei Neuzugänge hatte der Meister von 2003 ins Team zu integrieren und vor allem Alexandria Kiss-Rusk, Kanadierin mit ungarischem Pass, hat voll eingeschlagen. Sie führt die Mannschaft des neuen Bundestrainers Patrick Unger mit 14,7 Punkten und 7,0 Rebounds pro Spiel an. Dreierspezialistin Katlyn Yohn mit 11,0 Zählern und die deutsche Nationalspielerin Marie Berthold (10,3) punkteten in den drei bisherigen Partien im Schnitt ebenfalls zweistellig. Der BC besiegte beim Season Open Aufsteiger Braunschweig und zuhause Bad Aibling souverän, hatte dann aber vor einer Woche in Herne lange zu kämpfen, ehe der wichtige 61:54-Erfolg gesichert werden konnte.

„Wir sind voll motiviert, Marburg die erste Niederlage zu verpassen“, erklärt Parsons, die bis auf die Langzeitverletzten Julia Pöcksteiner und Josipa Zovko auf ein fittes Team zurückgreifen kann und zudem in Martyna Petrenaite ein Verstärkung bekommen hat. Nach den Ausfällen sahen sich die TSV-Verantwortlichen gezwungen nochmals auf dem Transfermarkt tätig zu werden, um das Risiko von weiteren Verletzungen aufgrund von Überbelastung im ohnehin sehr kleinen Kader zu minimieren.

So verpflichteten sie vorerst bis zur Winterpause die 20-jährige Petrenaite, die im Sommer mit Litauen die Bronzemedaille bei der U20-Europameisterschaft geholt und dazu durchschnittlich 11,2 Punkte beigetragen hat. In der ersten Liga ihres Heimatlandes war die 1,81 Meter große Flügelspielerin mit 16,2 Punkten für Vilkmerge Topscorerin. „Ich bin noch sehr jung und Basketball ist mein Leben. Ich wollte jetzt den nächsten Schritt gehen und mich außerhalb meiner Komfortzone durchsetzen und weiterentwickeln“, sagt Petrenaite, die Wasserburg nach der kurzen Zeit schon liebgewonnen hat: „Die Stadt ist sehr schön und die Atmosphäre, die Coaches, das Team und das ganze Umfeld sind toll. Es ist eine Ehre, Teil des TSV zu sein!“
Wie immer gibt es vom Spiel in Marburg auch Live-Ticker und Live-Stream. Die Links dazu sind zu finden auf www.basketball-wasserburg.de/live. (pm-SOA)