U18-Mädchen mit knappem Sieg

05.08.2018   9:09 Uhr

Zum EM-Auftakt spielten die U18-Mädchen in Udine/Italien gegen Lettland. In einer spannenden Partie, die erst in der Schlussphase entschieden wurde, konnten sich die Deutschen knapp mit 66:62 (13:15, 18:17, 15:15, 21:15) durchsetzen. Topscorerin war Nyara Sabally mit 22 Punkten. Morgen geht es für die Spielerinnen von Bundestrainer Stefan Mienack weiter gegen Ungarn.

Das erste EM-Spiel begann Stefan Mienack mit der folgenden Fünf: Jenny Strozyk, Nyara Sabally, Luisa Geiselsöder, Meret Kleine-Beek und Leonie Fiebich. Deutschland legte los wie die Feuerwehr. Nachdem die Letten die ersten Punkte der Partie markierten, initiierte Geiselsöder mit ihren Punkten einen 7:0-Lauf (3.). Die Letten glichen per Dreier aus (7:7, 7.) und es entwickelte sich eine umkämpfte Partie. Die Führung wechselte immer wieder. Fiebichs Freiwurf bedeutete einen knappen 13:15-Rückstand nach dem ersten Spielabschnitt.

Das zweite Viertel gab ein ähnliches Bild ab. Keines der beiden Teams konnte sich Vorteile erspielen. Saballys Wurf führte zum erneuten 17:17-Ausgleich. Zwischendurch setzten sich die Letten mehrmals mit fünf Punkten ab, wurden jedoch immer wieder eingefangen, wie zum Beispiel durch Saballys Sprungwurf zum 30:30 (20.). Die Halbzeit endete mit 31:32.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich nichts am spannenden Spielverlauf. Beide Mannschaften tauschten immer wieder Punkte aus und schließlich war es Fiebich, die per Sprungwurf eine hauchdünne 45:44-Führung erarbeitete. Doch ein Dreier der Lettin Zumenta hatte einen erneuten Rückstand zum Viertelende zur Folge. Mit 45:47 ging es in den Schlussabschnitt, der viel Dramatik versprechen sollte.

Lettland setzte sich erneut mit fünf Punkten ab (33.), doch Meret Kleine-Beek konnte verkürzen (49:52, 34.). Danach setzte sich Geiselsöder in der Zone durch und stellte den Anschluss wieder her (51:52, 35.). Fiebich konnte nach einem tollen ‚drive‘ ausgleichen (53:53, 36.). Ein Dreier mit Brett brachte den erneuten Rückstand (53:58, 37.). Emily Bessoir konterte ebenfalls per Dreier (58:60, 38.). Von der Freiwurflinie zeigte sich Fiebich erneut treffsicher, bevor man in der Defense einen wichtigen Ballgewinn erzielte (61:62, 40.). 23 Sekunden vor Schluss erkämpfte sich Sabally einen Offensivrebound und netzte zur 63:62-Führung ein. Den folgenden Wurfversuch blockte sie und im Anschluss sicherte man sich den Ball. An der Linie zeigte sich Sabally dann nervenstark und erhöhte auf 65:62. Auf der Gegenseite schwächelten die Letten, sodass Fiebich mit einem Freiwurf den Sieg klar machen konnte – 66:62.

„Es war das zu erwartende schwierige Spiel gegen starke lettische Mannschaft“, analysiert Mienack und fährt fort: „Im letzten Viertel haben wir dann in Sachen Defense und Intensität noch einen Zahn zugelegt und am Ende verdient gewonnen.“ Zur anstehenden Partie gegen Ungarn sagt der Bundetrainer: „Es wird genauso hart werden, wir müssen von Beginn an die Intensität des vierten Viertels an den Tag legen.“

Für Deutschland spielten: Emily Bessoir (TS Jahn München, 9), Helena Eckerle (TV Saarlouis Royals, 3), Leonie Fiebich (TS Jahn München, 15), Julia Förner SC Kemmern/DJK Don Bosco Bamberg), Eléa Gaba (ChemCats Chemnitz), Luisa Geiselsöder (TH Wohnbau Angels, 9), Meret Kleine-Beek (TuS Lichterfelde, 2), Magdalena Landwehr (SC Kemmern/DJK Don Bosco Bamberg), Nina Rosemeyer (Eintracht Braunschweig LionPride/Girls Baskets BS-WF), Nyara Sabally (TuS Lichterfelde, 22), Jessika Schiffer (BVUK. SHARKS Würzburg, 3) und Jenny Strozyk (Osnabrücker SC/GiroLive Panthers Osnabrück, 3).

Boxscore

Spielplan EM-Vorrunde:
So, 5. August 2018, 18.45 Uhr: Deutschland – Ungarn
Mo., 6. August 2018, 14.15 Uhr: Deutschland – Slowenien