Maggy, die Mayonnaise für die Angels

03.06.2018   13:32 Uhr
Magaly Meynadier wechselt von Saarlouis nach Nördlingen und wird ein Angel. Foto: Wittmann

Es gibt Spieler, die halten ein Team zusammen wie die Mayonnaise das Sandwich. Zu diesem Typ zählt Magaly Meynadier, genannt Maggy, der aktuelle Neuzugang der TH Wohnbau Angels. Der Luxemburgerin werden neben ihren unbestrittenen sportlichen Talenten hohe Sozialkompetenz, Kommunikationsfähigkeit und Führungsqualitäten zugeordnet. Dass sie außer Luxemburgisch auch noch fließend Deutsch, Englisch und Französisch spricht, hilft ihr in der Funktion als Team-Klebstoff ungemein.

Die 26-Jährige allerdings auf diese Soft Skills zu reduzieren, wäre zu kurz gegriffen, immerhin hat die Sportsoldatin bereits zwei Bundesligajahre bei den Saarlouis Royals hinter sich. Im Saarland glänzte Meynadier in der letzten Saison mit ordentlichen Statistiken. 38 Prozent Trefferquote bei Dreipunkte-Würfen und 84 Prozent bei Freiwürfen können sich sehen lassen. Acht Punkte und 2,7 Rebounds, dazu einen positiven Assist/Turnover Quotienten in 25 Minuten durchschnittlicher und verteidigungsintensiver Spielzeit stehen jedem Guard der 1.Liga gut zu Gesicht. „Mit ihren 26 Jahren ist Magaly noch nicht am Höhepunkt ihrer sportlichen Entwicklung angelangt,“ prognostiziert Kurt Wittmann, sportlicher Leiter der Angels durchaus noch Steigerungsmöglichkeiten bei der luxemburgischen Nationalspielerin. „Wir glauben, dass Maggy eine sehr wichtige Rolle in unserem Team spielen kann und sie mit Anni Mäkitalo ein tolles Guard-Duo bilden wird. Die beiden haben auch noch kurioserweise am selben Tag Geburtstag, ein Zwillings-Guard-Duo sozusagen. Maggy wäre auch nicht die erste Spielerin, die sich in Nördlingen noch einmal deutlich weiter entwickelt mit Hilfe der Unterstützung von Head Coach Pat Bär und individuellen Trainingseinheiten von BBV-Landestrainer Imre Szittyas.“

Warum sich die Luxemburgerin trotz diverser Angebote für die Angels entschieden hat, beschreibt sie so: „weil ich super aufgenommen worden bin als ich zu Besuch war. Man merkt dass der Verein wie eine kleine Familie ist und das ist mir wichtig. (…) Außerdem fand ich die Stadt interessant und süß. Ich wollte eine neue Herausforderung als Spielerin und ich denke dass Nördlingen dafür perfekt ist.“

Auch der Nördlinger Basketball-Nachwuchs kann sich freuen, denn Meynadier ist bereit beim TSV Nördlingen als Jugendtrainerin mitzuarbeiten. Hier kann sie natürlich auch ihre oben erwähnten Fähigkeiten und Kompetenzen einbringen. Eine Portion Mayo kann schließlich jedes Basketball-Team brauchen. (pm-KUW)