Das Oberfrankenderby geht an Bamberg – Wachalski beendet Karriere

11.05.2019   9:50 Uhr
Steve Wachalski beendete gegen Brose Bamberg seine tolle Karriere und bedankte sich bei den Fans. Foto: medi Bayreuth

Brose Bamberg gewann am vorletzten Spieltag bei medi bayreuth mit 90:79 und sicherte sich somit Platz fünf in der Hauptrundenabschlusstabelle. Damit kommt es im Playoff-Viertelfinale zum Aufeinandertreffen mit RASTA Vechta. Zuvor zeigte Brose in Bayreuth eine engagierte Teamleistung über nahezu 40 Minuten. Vier Bamberger punkteten zweistellig: Taylor (19), Rubit (15), Harris (11), Rice (11).

Federico Perego: „Wir freuen uns sehr über diesen Sieg, denn er sichert uns den fünften Platz. Hier zu gewinnen, nach dem wir so viele Spiele hatten und zurzeit nicht gerade in der besten Phase sind, dann das ganze Spiel zu kämpfen, war super. Ich denke, dass heute das gesamte Team gut aufgetreten ist. Wir hatten alle die richtige Einstellung, genauso wie im Spiel gegen Oldenburg. Natürlich haben wir Phasen, bei denen wir besser oder schlechter sind. Wir haben Fehler gemacht, aber am Ende hatten wir 14 Offensivrebounds. Wir sind sehr glücklich und bereiten uns jetzt auf das letzte Spiel gegen Würzburg vor und dann natürlich auf die Playoffs.“

Brose Bamberg begann gut, lag schnell nach Punkten von Alexander und einem Rice-Dreier mit fünf Zählern vorne (5:0, 1.). Aber auch die Hausherren kamen zügig in die Partie, konterten Broses 5:0-Lauf mit einem eigenen 7:0-Run (5:7, 4.). Und weiter nun Bayreuth, die defensiv gut standen und offensiv trafen. Mitte des Abschnitts stand es 7:13 aus Bamberger Sicht, die weiterhin vorne ihre Probleme hatten. Abzulesen war das an nur einem Assist in den ersten zehn Minuten. Zum Ende des Viertels führte Bayreuth nach wie vor mit sechs Punkten, stand es 13:19.

Zweites Viertel, Brose war da. Ein schneller 7:0-Lauf brachte die Gäste wieder in Front (20:19, 12.). Vor allem in der Verteidigung standen die Bamberger nun stabil, ließen im gesamten zweiten Abschnitt lediglich zwölf Bayreuther Punkte zu. Selbst klappte es nun vor allem von jenseits der Dreierlinie. Trafen die Brose-Spieler in den ersten zehn Minuten nur einen durch Rice, waren es durch Kulboka (2), Taylor (3), Stuckey (1) und Schmidt (1) im zweiten Viertel sieben. Das zeigte sich auch auf dem Scoreboard, das einen Halbzeitstand von 43:31 anzeigte.

Auch zu Beginn des dritten Viertels hielt Brose den Fokus aufrecht. Die Konsequenz war die bis dato höchste Bamberger Führung (51:35, 24.). Allerdings gab sich Bayreuth nicht kampflos auf. Im Gegenteil. Raivio und vor allem Hassan Martin stellten die Gäste-Defense nun ein ums andere Mal vor Probleme. Nach gut 37 Minuten hatten sich die Hausherren wieder auf einen einstelligen Rückstand herangekämpft: 57:48. Cliff Alexanders Dreipunktspiel wurde zum Ende des Abschnitts noch von einem Stockton-Dreier egalisiert, so dass es mit einer Zehn-Punkte-Führung in das letzte Viertel ging: 61:51.

Im Schlussabschnitt versuchte dann Bayreuth, angetrieben im letzten Heimspiel der Saison von 3.300 Zuschauern, nochmals alles, kam auch wieder auf teilweise fünf Punkte ran (67:62, 34.). Brose allerdings hatte seinerseits immer die richtigen Antworten parat, meistens in Form eines Dreiers – am Ende sollten es elf erfolgreiche sein. Rice, Taylor und Zisis trafen in der entscheidenden Phase jeweils von jenseits der 6,75m-Linie und sorgten somit dafür, dass Brose Bamberg das Oberfrankenderby letztlich deutlich mit 90:79 für sich entscheiden konnte.

Zum Abschluss: Herzlichen Glückwunsch an Steeeeeeeve Wachalski für eine tolle Karriere! Alles Gute für die Zukunft!

Brose Bamberg:
Rice 11, Zisis 9, Stuckey 8, Schmidt 3, Olinde, Harrris 11, Rubit 15, Alexander 8, Heckmann, Taylor 19, Kullamäe, Kulboka 6.
medi bayreuth: MIKA 2, ROBERTSON 5, Stockton 7 (5 Assists), DORETH 3, Seiferth 8, Martin 19, Hrovat 15, Meisner 2, BROOKS 8 (8 Rebounds), RAIVIO 10, Krug 0. (pm-TV)