Bayern startet in die Königsklasse – Auftakt gegen Efes Istanbul

09.10.2018   16:19 Uhr
Vladimir Lucic und der FC Bayern starten gegen Efes Istanbul in die Euroleague-Saison. Foto: FCBB

Es ist soweit: Die Saison 2018/2019 der EuroLeague beginnt, der FC Bayern Basketball hat zum Auftakt am Donnerstag (11.10., 20.30 Uhr) ein Heimspiel gegen den 13-maligen türkischen Basketballmeister und amtierenden Pokal- und Supercupsieger Anadolu Efes Istanbul. Der deutsche Meister kehrt damit nach drei Jahren wieder auf die größte Bühne zurück, die der europäische Basketball bietet.

Das vor zwei Jahren eingeführte Format ist neu für den FCBB und gilt als echte Herausforderung, wie ein Blick in den Münchner Kalender der kommenden Woche belegt: Die EuroLeague-Spieltage zwei und drei folgen – nach dem BBL-Auswärtsspiel in Braunschweig am Sonntag – bereits kommenden Dienstag daheim gegen das griechische Schwergewicht Panathinaikos Athen (16.10., 20.30 Uhr) sowie nur weitere zwei Tage später beim FC Barcelona (18.10.). In der Königsklasse spielen 16 Teams in Hin- und Rückserie im Ligamodus. Die ersten Acht schaffen anschließend den Sprung in die K.o.-Phase, in welcher die Teilnehmer am begehrten Final Four ausgespielt werden. Bisher hat noch kein deutsches Team die Playoffs erreicht.

„Anadolu hat viel verändert im Sommer und exzellente Spieler verpflichtet, mit viel EuroLeague-Erfahrung und großer Qualität“, sagt Bayern-Trainer Dejan Radonjic über den ersten Gegner. „Sie werden meiner Meinung nach klar zu den Playoff-Kandidaten gehören. Ich erwarte von uns einfach, dass wir unser Bestes geben und wettbewerbsfähig sind; dann schauen wir, was dabei rauskommt. Dieser Gegner als erste Aufgabe ist eine schwere Herausforderung, aber vor unseren Fans werden wir mit viel Energie spielen.“

Anadolu Efes mit Derbysiegen gegen Fenerbahce und Galatasaray gestartet

Der türkische Pokalsieger hat in der Tat große Namen neu im Kader: Shane Larkin, zuletzt bei den Boston Celtics und ebenso ein Ex-Maverick wie Rodrigue Beaubois, oder auch Bryant Dunston – sie alle gehören zu den namhaftesten Spielern der EuroLeague. Außerdem kommt es zum Wiedersehen mit Vasilije Micic. Der einstige Bayern-Point Guard wechselte vor der Saison aus Kaunas zu Efes, neu ist auch der deutsche Nationalcenter Tibor Pleiß (Valencia). Headcoach Ergin Ataman, der im Laufe der vergangenen Saison übernahm, hat als klares Ziel die Playoffs, nachdem man zuletzt mit der schlechtesten Bilanz (7:23) abschloss.

Anadolu hat bisher zwei Pflichtspiele absolviert, und das jeweils erfolgreich: Im türkischen Supercup wurde Meister Fenerbahce Instanbul 65:62 überraschend besiegt, Topscorer waren der türkische Nationalspieler Dogus Balbay, der französische Zugang vom FC Barcelona, Adrien Moerman (jeweils 13) und der kroatische Routinier Krunoslav Simon (11).

Am Sonntag folgte zum Ligastart das Derby bei Galatasaray Istanbul, das man ebenfalls knapp gewann (73:70). Diesmal scorten Guard Larkin, der bereits vor zwei Jahren in der EuroLeague für Vítoria auflief, mit 16 Zählern sowie der australische Forward Brock Motum (kam aus Kaunas/20) am besten. Pleiß kam noch gar nicht zum Einsatz; in der türkischen Liga sind nur fünf internationale Spieler zugelassen. Efes hat davon gleich neun, darunter auch der athletische US-Forward James Anderson, der von Khimki Moskau verpflichtet wurde und in bisher 89 EuroLeague-Spielen bei durchschnittlich 10,9 Punkte steht. In der Königsklasse gibt es jedoch keine Reglementierungen – Efes wird am Donnerstag seinen kompletten Kader im Audi Dome aufbieten können.

„Wir werden versuchen, eine gute Defense zu spielen, ihr Spiel etwas einzubremsen“, blickt der erfahrene Bayern-Guard Petteri Koponen voraus. „Sie haben tolle Spieler, du kannst ihnen nicht alles wegnehmen, deswegen müssen wir unsere Dinge gut machen. Shane Larkin ist sicher einer der besten Spieler der Liga. Insgesamt wird es schwer für uns, aber ich bin überzeugt, dass unsere Fans uns helfen werden.“

Center-Kollege Devin Booker, der wie etwa auch Kapitän Danilo Barthel vor seinem EuroLeague-Debüt steht, sagt entspannt: „Ich erwarte nicht viel Anderes als in anderen Spielen. Ja, es ist in der EuroLeague meine Premiere, aber darum gebe ich nicht viel. Denn ich gebe in jedem Spiel hundert Prozent.“

Die EuroLeague-Heimspiele im Audi Dome:
Donnerstag, 11. Oktober, 20.30 Uhr: FCBB – Anadolu Efes Istanbul
Dienstag, 16. Oktober, 20.30 Uhr: FCBB – Panathinaikos Athen
Donnerstag, 25. Oktober, 20 Uhr: FCBB – Baskonia Vítoria Gasteiz
Donnerstag, 8. November, 20 Uhr: FCBB – Darussafka Istanbul
Freitag, 16. November, 20 Uhr: FCBB – ZSKA Moskau
Dienstag, 20. November, 20.30 Uhr: FCBB – Olympiakos Piräus
Donnerstag, 6. Dezember, 20.30 Uhr: FCBB – Khimki Moskau
Freitag, 14. Dezember, 20.30 Uhr: FCBB – Zalgiris Kaunas
Freitag, 21. Dezember, 20 Uhr: FCBB – Real Madrid
Freitag, 28. Dezember, 20.30 Uhr: FCBB – Buducnost Podgorica
Freitag, 11. Januar, 20.30 Uhr: FCBB – Armani Mailand
Donnerstag, 31. Januar, 20.30 Uhr: FCBB – Fenerbahce Istanbul
Donnerstag, 7. März, 20.30 Uhr: FCBB – Maccabi Tel Aviv
Donnerstag, 21. März, 20 Uhr: FCBB – FC Barcelona
Freitag, 5. April, 20 Uhr: FCBB – Gran Canaria