Bamberg in den Playoffs gegen Vechta – deutlicher Heimsieg gegen Würzburg

12.05.2019   22:44 Uhr
Jubel auf der Bamberger Bank über den deutlichen Sieg gegen Würzburg. Die Bamberger gehen jetzt von Platz fünf aus in die Playoffs. Gegner ist Aufsteiger Vechta. Foto: Brose Bamberg

Brose Bamberg hat das letzte Hauptrundenspiel der easyCredit Basketball Bundesligasaison 2018/2019 mit 97:65 gegen s.Oliver Würzburg gewonnen. Bereits vor Tip-Off stand fest, dass der Pokalsieger im Playoff-Viertelfinale auf RASTA Vechta treffen wird, da Brose den fünften, Vechta den vierten Platz bereits sicher hatte. Davon zeigten sich die Bamberger jedoch über nahezu 40 Minuten unbeeindruckt und offensiv wie defensiv tollen Teambasketball. Das schlug sich in 24 Assists nieder, dazu gewann Brose das Reboundduell mit 45:20. Bester Brose-Werfer war Cliff Alexander mit 21 Punkten, gefolgt von Arnoldas Kulboka mit 17. Louis Olinde erzielte elf Zähler und holte überragende 15 (!) Rebounds, davon alleine acht am offensiven Brett.

Federico Perego: „Danke für die Glückwünsche von Coach Wucherer. Würzburg hat eine sehr gute Europe Cup-Saison gespielt und konnte die reguläre Saison trotz vieler Verletzungen gut zu Ende bringen. Wir hatten heute von Beginn an die richtige Einstellung. Ein Sonderlob geht an Arnoldas Kulboka und Louis Olinde. Beide trainieren unglaublich hart. Heute hat sich das ausgezahlt. Die nächsten Tage werden wir Energie tanken, um uns dann intensiv auf unseren Playoffgegner Vechta vorzubereiten. Trotz der Verletzungen ist die Mannschaft nicht zu unterschätzen.“

Ricky Hickman, der frischgebackene Papa, war zurück im Kader, gleich in der Starting Five und zuständig für den ersten Bamberger Punkt. Den gab es nach etwa 45 Sekunden per Freiwurf, nachdem sich Würzburgs Coach Denis Wucherer wohl eines der schnellsten technischen Fouls der Saison abgeholt hatte. Wiederum Hickman war es, der nach gut drei Minuten auch den ersten Bamberger Feldkorb erzielte: 7:3. Vor allem die Verteidigung stand im ersten Viertel gut. Das wiederum erlaubte Brose schnelle Punkte in der Offensive. In erster Linie waren es die Bigs Alexander und Harris, die immer wieder gut in Szene gesetzt wurden und teilweise spektakulär abschließen konnten. Nach einem 13:0-Lauf führte Brose nach sieben Minuten bereits mit 22:5. Danach kam Würzburg etwas besser in die Partie, Bamberg hatte jedoch stets die passende Antwort parat. Mit der Sirene traf Kulboka den Dreier zum 30:15.

Auch im zweiten Abschnitt ließ Brose die Zügel nicht schleifen. Zur Erinnerung: Würzburg musste die Partie eigentlich unbedingt gewinnen, um sicher in den Playoffs zu stehen. Aber weiter nur die Hausherren, die durch Kulboka, Rice, Alexander und Rubit erstmals mit 20 Punkten in Führung gingen (42:21, 14.). Bamberg spielte wie aus einem Guss. Und das vorne wie hinten. 16 Assists standen bereits zur Halbzeit auf dem Scoresheet, dazu 24 Rebounds, wovon alleine zehn am offensiven Brett geholt wurden. Hervorzuheben bis dato war Louis Olinde. In knapp zwölf Minuten kam Broses Youngster bereits auf sieben Punkte und griff sich neun Rebounds. Zur Pause führten die Gastgeber mit 25 Zählern, stand es 57:32.

Im dritten Abschnitt nahm Brose das Tempo etwas raus. Oder anders gesagt, Würzburg versuchte nochmals alles, um eventuell doch noch das schier Unmögliche möglich zu machen. Allerdings, gleich vorneweg, es blieb beim Versuch. Auf weniger als 17 Punkte konnten die Gäste den Bamberger Vorsprung nämlich nicht reduzieren (68:51, 28.). Die Mannen von Federico Perego fanden zwar im dritten Viertel zunächst nicht ihren Offensivrhythmus, standen allerdings nach wie vor defensiv gut. Daher konnte sich Würzburg auch kaum freie Würfe erarbeiten. Zwar ging Viertel Nummer drei mit 19:16 an die Gäste, das änderte an der Bamberger Gesamtführung jedoch nur wenig. Die betrug zehn Minuten vor Schluss immer noch stattliche 22 Punkte: 73:51.

Das letzte Viertel war dann nur noch eines für die Statistik, denn schnell war den 6.023 Zuschauern in der BROSE ARENA klar, dass ihr Team dieses Spiel nicht mehr aus der Hand geben wird. Federico Perego verteilte weiterhin die Minuten quer durch die Mannschaft. Bryce Taylor und Patrick Heckmann wurden gar komplett geschont. Am Ende siegte Brose Bamberg mit 97:65 gegen s.Oliver Würzburg und geht damit mit zwei Siegen in Folge in die am kommenden Wochenende beginnenden Playoffs. Würzburg hingegen schließt durch die Niederlage die Saison als Tabellenneunter ab. (pm-TV)

Playofftermine stehen fest
RASTA Vechta gegen Brose Bamberg lautet die Viertelfinalbegegnung in den Playoffs. Die easyCredit BBL hat die Termine für die möglichen fünf Spiele festgesetzt.
VF1 @Vechta: Sonntag, 19. Mai, 18.30 Uhr
VF2 in Bamberg: Mittwoch, 22. Mai, 19 Uhr
VF3 @Vechta: Samstag, 25. Mai, 20.30 Uhr
Wenn nötig VF4 in Bamberg: Dienstag, 28. Mai, 19 Uhr
Wenn nötig VF5 @Vechta: Donnerstag, 30. Mai, 18 Uhr
Tickets gibt es ab Montag unter tickets.brosebamberg.de