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Bamberg besiegt den Championsleague-Tabellenführer – Knapper 77:73-Heimsieg

09.01.2019   8:22 Uhr

Brose Bamberg bleibt in der Basketball Champions League auf Kurs und holt durch einen 77:73-Erfolg gegen AEK Athen den vierten Sieg in Folge auf europäischem Parkett. Dabei war die Partie über die gesamten 40 Minuten ausgeglichen. 42 Sekunden vor Schluss stand es noch 73:73. Dann behielten jedoch Rice und Rubit jeweils von der Freiwurflinie die Nerven, Athen versagten eben diese bei zwei freien Dreipunktwürfen. Durch den Sieg klettert Brose Bamberg vorübergehend auf Tabellenplatz zwei der Gruppe C. Bester Brose-Werfer war Tyrese Rice mit 13 Punkten.

Ainars Bagatskis: „Wir waren heute von Beginn an ‚ready to play‘. Die Frage war, nach dem schweren Spiel in Ulm zwei Tage zuvor, wie lange wir die Aggressivität und Energie werden hochhalten können. In solchen Spielen, gegen solch erfahrene Gegner, sind am Ende kleine Dinge ausschlaggebend, beeinflussen vermeintliche Nebensächlichkeiten die wichtigen Faktoren. Einmal zu spät die Hand oben beim Dreier, einmal das Ausboxen beim Rebound vergessen – schon gerät man ins Hintertreffen. Alles in allem haben wir heute einen sehr guten Job erledigt und das Spiel auch zurecht gewonnen.“

Broses Head Coach konnte erstmals seit langem wieder auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Allerdings bekamen Louis Olinde nach seiner Hüftverletzung und Patrick Heckmann nach seinen Knöchelproblemen keine Einsatzzeit. Die anderen Brose-Spieler knüpften hingegen nahtlos an ihre zuletzt gute Leistung in Ulm an. Die Folge: es war ein komplett ausgeglichenes Spiel gegen den Tabellenführer der Gruppe C und amtierenden BCL-Champion aus Griechenland. Der führte zwar Mitte des Viertels kurzzeitig mit fünf Punkten (6:11, 5.), ein 9:0-Lauf der Hausherren aber brachte diese nur 90 Sekunden später ihrerseits mit vier Zählern nach vorne (15:11, 7.). Bis zur ersten Viertelpause blieb es eng. Nach zehn Minuten lag Brose mit einem Punkt zurück: 19:20.

Zweites Viertel, gleiches Bild. Die Führung wechselte hin und her. Bis zur Pause insgesamt zwölf Mal. Dabei waren es vor allem beide Verteidigungsreihen, die es dem Gegner immer wieder schwer machten, zu einfachen Würfen zu kommen. Auf der anderen Seite aber wollte auch oftmals einfach nichts fallen. Daher blieb es ein Low-Score-Game, bei dem sich nach wie vor keine der beiden Mannschaften absetzen konnte. Brose führte kurz vor der Pause nach zwei erfolgreichen Zisis-Freiwürfen mit fünf Zählern (39:34, 19.), verpasste es dann aber zweimal in der Defensive Dusan Sakota zu stoppen, der durch einen Zwei- und einen Dreipunktwurf zum 39:39-Pausenstand ausglich.

Auch im dritten Viertel änderte sich nichts. Vor allem offensiv taten sich beide Teams weiterhin schwer. Das ließ sich auch in erster Linie an der Feldwurfquote ablesen. Bis Ende des dritten Abschnitts traf Brose 19 seiner 54 Versuche (35,2 Prozent), Athen 20 von 45 (44,4 Prozent). Das große Plus auf Bamberger Seite jedoch an diesem Abend: sie passten hervorragend auf den Ball auf. Gerade einmal ein Turnover stand nach 30 Minuten zu Buche. Folgerichtig war die Partie auch vor dem Schlussviertel ausgeglichen, führte Brose Bamberg mit einem Zähler: 56:55.

Das letzte Viertel also musste definitiv die Entscheidung bringen. Und da sah es zunächst gut aus für die Hausherren. Zwei Dreipunktspiele, eines von Alexander, eines von Rice, brachten Brose Bamberg zwischenzeitlich mich acht Zählern nach vorne (68:60, 34.). Athen aber zeigte sich davon unbeeindruckt. Im Gegenteil. Die Griechen konnten ihrerseits durch einen 11:3-Lauf zweieinhalb Minuten vor Schluss wieder ausgleichen: 73:73. Die letzten 150 Sekunden wurden dann eine Nervenschlacht für die 5917 Zuschauer. Augustine Rubit und Tyrese Rice behielten an der Freiwurflinie die Nerven, Athen versagten eben diese zweimal bei freien Dreipunktwürfen. Am Ende siegte Brose Bamberg mit 77:73 und holte sich damit Erfolg Nummer sieben in der Basketball Champions League.

Brose Bamberg: Hickman 5, Rice 13, Zisis 6, Jelovac 8, Stuckey 5, Schmidt 7, Olinde dnp, Harris 8, Rubit 11, Alexander 9, Heckmann dnp, Taylor 5. (pm-TV)