Auch Hannover kann Wasserburg nicht besiegen

07.10.2018   18:48 Uhr

Der TSV Wasserburg bleibt auch im zweiten Spiel der Saison in der 1. Bundesliga ungeschlagen. Beim hocheingeschätzten TK Hannover gewinnen die Innstädterinnen verdient mit 75:66 (43:31). Hannover, das Mitte der Woche noch mit 54:91 in Keltern untergegangen war, startete ebenso wie die Gäste aus Bayern, die den Meister am ersten Spieltag geschlagen hatten, engagiert in die Partie. Bis Mitte des ersten Viertels konnte sich keiner der Kontrahenten absetzen. Doch beim 8:10 für die Niedersächsinnen wendete sich das Blatt: Wasserburg legte einen Gang zu und einen 13:2-Lauf aufs Parkett. So ging es auch im zweiten Spielabschnitt weiter und in der 14. Minute war der Vorsprung erstmals zweistellig (29:19). Der Lauf wuchs viertelübergreifend auf 35:17 an.

Mit diesem 43:27 hielten die Wasserburgerinnen die höchste Führung der Partie und legten so in der ersten Halbzeit den Grundstein für den Sieg. Nach dem Seitenwechsel geriet der Wasserburger Angriffsmotor dann etwas ins Stocken, der Gegner konnte in den ersten Minuten der zweiten Hälfte einige Zähler aufholen und war beim 48:43 wieder dran. Doch der TSV schaffte es immer, in den wichtigen Situation zu punkten und sich wieder abzusetzen. Die Führung pendelte sich bei um die zehn Punkte ein und trotz einer knapp verlorenen zweiten Hälfte, war der 75:66-Erfolg letztendlich aber nie gefährdet.

Schlott und Fiebig überragend
Aus einer ausgeglichenen Teamleistung stachen dieses Mal Jennifer Schlott mit 19 Punkten und Leonie Fiebich (15) heraus. Erstere steuerte zudem fünf Rebounds und sieben Assists bei, die erst 18-jährige Fiebich war mit neun Abprallern die Top-Rebounderin der Partie und traf alle ihrer sechs Versuche aus dem Feld, darunter zwei Dreier. „Das war ein hartes, aggressives und körperbetontes Spiel für uns. Aber wir haben uns trotz der Müdigkeit von der langen Reise durchgesetzt“, so die Analyse von Head-Coach Sidney Parsons, die sich zwar über den Sieg freut, sich aber vor allem über die 17 Ballverluste ärgert: „Wir wissen, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben und werden weiter hart arbeiten.“ Denn das anspruchsvolle Startprogramm geht nächste Woche mit der DBBL-Auswärtspartie beim ebenfalls noch ungeschlagenen BC Marburg weiter.

Es spielten: Svenja Brunckhorst (7 Punkte, 6 Assists), Leonie Fiebich (15 Punkte, 9 Rebounds), Laura Hebecker (10 Punkte), Tina Jakovina (4 Punkte), Sophie Perner, Jennifer Schlott (19 Punkte, 5 Rebounds, 7 Assists), Manuela Scholzgart, Jewel Tunstull (8 Punkte) und Ashley Williams (12 Punkte). (pm-SOA)